Molekularbiologie

Irrgang, Bernhard
Forschungsethik.
Gentechnik und neue Biotechnologie. Entwurf einer anwendungsorientierten Wissenschaftsethik unter besonderer Berücksichtigung von gentechnologischen Projekten an Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen
ISBN 978-3-8047-1452-6
| EUR | 54,00 |
| EUR(A) | 55,60 |
| sFr* | 75,60 |
| Preise jeweils inklusive MwSt. | |
* Unverbindliche Preisempfehlung für sFr
Abstract
Herbizidresistente Nutzpflanzen, die Anti-Matsch-Tomate, neue Nahrungsmittel: Gentechnik verändert Tier- und Pflanzenzucht und greift zunehmend in die Natur und gesellschaftlichen Strukturen ein. Nicht immer sind die Folgen abzusehen. Die traditionelle These einer Autonomie der Forschung wird damit für die neuen Schlüsseltechnologien in ihrer Verschränkung von Technik und empirischer Wissenschaft fragwürdig. Die erste Hälfte des Buches begründet die Berechtigung einer Forschungsethik aus der Handlungsstruktur technologisierter Forschung, die zweite entwickelt gemäß dem Leitbild nachhaltiger Entwicklung eine Vier-Stufen-Ethik von Bewertungsregeln und -kriterien für die bereichsspezifische Verwendung der Gentechnik im nicht-menschlichen Bereich.Aus dem Inhalt:
- Vorwort
- Einleitung: Forschungsethik als Antwort auf die Gentechnik-Debatte
- 1. Zur Legitimität der Gentechnologie: traditionelles Wissenschaftsethos und Forschungsethik
- 2. Ansatz und Methode einer kritischen Ethik für technologisierte Forschung und Wissenschaft
- 3. Strukturierung des forschungsethischen Diskurses: metaethische Kriterien, Grundsätze, Leitbilder, Dringlichkeits- und Verträglich-keitskriterien
- 4. Ethisch relevante Kriterien für die exemplarische Fallbewertung in der Forschung mit transgenen Organismen sowie in der Pflanzen- und Tierzucht
- 5. Schluß: Anwendungsorientierte Forschungsethik in der PraxisAnhang: Glossar
- Bibliographie
Zielgruppe:
Alle an Bewertungsfragen der Biotechnologie Interessierte, insbesondere in Schule, Erwachsenenbildung und Universität
1997.
411 S.
Gebunden
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
Über den Autor
Autoren
Bernhard Irrgang
Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Philosophie im 17., 18., 20. Jahrhundert; Kulturtheorie der Technik, Grenzfragen der Biologie/Philosophie sowie angewandte und hermeneutische Ethik, insbesondere Technikethik; Ökologische Ethik, (bio-)medizinische Ethik, interkulturelle Umweltethik.