Titel

Sauerteig, Lutz

Krankheit, Sexualität, Gesellschaft. Geschlechtskrankheiten und Gesundheitspolitik in Deutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Medizin, Gesellschaft und Geschichte – Beihefte
Band 12

ISBN 978-3-515-07393-6

EUR 85,00
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Abstract

Die Monographie untersucht erstmals die Hintergründe der seit Ende des 19. Jahrhunderts geführten öffentlichen Diskussion über Geschlechtskrankheiten. Analysiert werden die bis zum Ende der Weimarer Republik zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten ergriffenen Maßnahmen zur Gesundheitsfürsorge, Gesundheits- und Sexualerziehung sowie zur Kontrolle und Überwachung Geschlechtskranker (Meldepflicht, Zwangsbehandlung, Eheverbot etc.).

"Was das Thema über seine historische Dimension hinaushebt, ist die Tatsache, dass die Diskussion sehr viele Parallelen zur AIDS-Diskussion im vergangenen Jahrzehnt aufweist: Meldepflicht, Zwangsmaßnahmen, Überwachung, (Sexual-)Aufklärung, Eigenverantwortung des Bürgers, Individual- versus Gemeinschaftsinteressen sind nur einige Schlagworte, die in beiden Diskussionen eine Rolle spielten. Darüber hinaus vermittelt die Arbeit auch einen Eindruck über den Stand und den Einfluss der deutschen Sozialmedizin im ersten Drittel dieses Jahrhunderts und damit auch viele Anknüpfungspunkte für die heutige Diskussion um eine New Public Health." Bundesgesundheitsblatt

"…an excellent study and very much worth reading." Social History of Medicine

"Diese noch von Thomas Nipperdey angeregte Dissertation ist mit großer wissenschaftlicher Sorgfalt gearbeitet und schließt eine Forschungslücke der modernen Sozialgeschichte." Historische Zeitschrift

"Das Verdienst der vorgestellten Pionierarbeit auf diesem Gebiet, die eine profunde Auswahl an zeitgenössischer Literatur auswertet, liegt in der Zusammentragung der verschiedenen Aspekte und in dem gelungenem Vergleich zwischen gesundheitspolitischen und gesellschaftspolitischen Argumenten." Francia

1. Auflage 1999.
Kartoniert

Franz Steiner Verlag

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