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Coskun, Altay

Bürgerrechtsentzug oder Fremdenausweisung?

Studien zu den Rechten von Latinern und weiteren Fremden sowie zum Bürgerrechtswechsel in der Römischen Republik (5. bis frühes 1. Jh. v.Chr.)

Hermes – Einzelschriften
Band 101

ISBN 978-3-515-09303-3

EUR 52,00
Preise jeweils
inklusive MwSt.

Abstract

Im Zentrum der Untersuchung stehen die Berichte des Livius über Ausweisungen von Latinern und Italikern aus Rom in den Jahren 206–173 v. Chr. Bisher geht die Forschung davon aus, daß es sich bei den Heimgesandten um entrechtete römische Neubürger gehandelt habe. Tatsächlich wurden aber nur Migranten, die kein Bürgerrecht erworben hatten, der Stadt verwiesen.
Der Autor stellt diese Erkenntnis zunächst in ihren rechtshistorischen Kontext und analysiert sowohl die Bedingungen für die In-/Exklusion von Fremden in Rom, als auch die politische Funktion und praktische Reichweite der (oft nur vermeintlichen) Latinerrechte wie des commercium, conubium, suffragium, exilium sowie der recuperatio und migratio. Letztere läßt sich auf das postliminium ("Wiedererlangung der Heimatrechte") zurückführen, das unter den Bedingungen römischer Kolonialpolitik und später des Hannibalkrieges weiterentwickelt wurde. Die Studie verfolgt die demographischen sowie innen- und außenpolitischen Entwicklungslinien bis in die Zeit der Gracchischen Reformen und des Bundesgenossenkrieges.

Rezensionen

"important contribution to the scholarship on the Roman Republic"
Kaj Sandberg, Arctos 47, 2013

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

David Kremer, Athenaeum 102, 2014/1

Raimund Schulz & Uwe Walter, Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 64, 2013/9-10

1. Auflage 2009. 236 S.
Kartoniert

Franz Steiner Verlag

Über den Autor

Autoren

Altay Coskun

Altay Coskun promovierte 1999 mit einer Arbeit über den spätantiken Gelehrten und Staatsmann Ausonius an der Universität Trier. Von 2000 bis 2002 war er Postdoctorate Fellow des DAAD an der Oxford University, wo er überwiegend rechtshistorische Studien betrieb. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Trierer SFB 600 "Fremdheit und Armut" widmete er sich von 2002 bis 2008 der römischen Außen- und Bürgerrechtspolitik. 2007 erfolgte die Habilitation in Alter Geschichte mit einer Arbeit zum antiken Galatien. 2009 tritt er zunächst ein Feodor Lynen-Stipendium der A.-v.-Humboldt-Stiftung an der University of Exeter an, bevor er dem Ruf auf eine Professur an das Department for Classical Studies der University of Waterloo/Ontario folgt.

[Von Altay Coskun erschienene Publikationen]

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