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Stolberg, Eva-Maria

Sibirien: Russlands "Wilder Osten"

Mythos und soziale Realität im 19. und 20. Jahrhundert

Beiträge zur Europäischen Überseegeschichte
Band 95

ISBN 978-3-515-09248-7

EUR 54,00
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inklusive MwSt.

Abstract

Wie kommt es, dass sich mit Sibirien bis heute der Mythos eines "wilden Ostens" verbindet? Wie lassen sich dessen asiatische und europäische Anteile gewichten? Das Zusammenleben von russischen Kolonisten und indigenen Völkern machte Sibirien zu einer Grenzlandschaft, die in der Geschichtswissenschaft bis heute wenig Beachtung findet – dabei waren sowohl das Zarenreich als auch die Sowjetunion bestrebt, den "wilden Osten" zu erschließen und ihn zum festen Bestandteil des russischen Staates zu machen.
Die Autorin untersucht den nationalen Mythos der Erschließung Sibiriens als Siedlungsgrenze (frontier) im 19. und 20. Jahrhundert unter transregionalen und globalen Fragestellungen. Dabei modifiziert sie das von Frederick J. Turner entwickelte Frontierkonzept, indem sie beide Seiten der Siedlungsgrenze beleuchtet und die Variablen in historischen Kolonisationsprozessen in den Blick nimmt. Diese Variabilität macht sich durch eine oszillierende Annäherung und Distanz zwischen "Eigen" und "Fremd" bemerkbar.

1. Auflage 2009. 392 S.
Kartoniert

Franz Steiner Verlag

Über den Autor

Autoren

Eva-Maria Stolberg

Eva-Maria Stolberg, Studium der Neueren Geschichte, Sinologie, Japanologie und Slavistik an den Universitäten Bonn, Peking und Tokyo. Forschungsaufenthalte in Russland (Sibirien), VR China, Japan, USA. Privatdozentin am Fachbereich Neuere Geschichte der Universität Duisburg-Essen.
Forschungsschwerpunkte: osteuropäische und asiatische Geschichte, Geschichte des Pazifischen Raumes, spatial turn, Kolonialismusforschung und historische Anthropologie.

[Von Eva-Maria Stolberg erschienene Publikationen]