Titel

Müller, Irmgard (Hrsg.) / Röther, Bastian (Bearb.)

Christian Gottfried Nees von Esenbeck. Amtliche Korrespondenz mit Karl Sigmund Freiherr von Altenstein

Die Korrespondenz der Jahre 1817-1821

Acta Historica Leopoldina
Band 50

ISBN 978-3-8047-2689-5

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Abstract

Der Schriftwechsel zwischen Christian Gottfried Nees von Esenbeck, dem XI. Präsidenten der Kaiserlich Leopoldinisch-Carolinischen Akademie der Naturforscher, und dem ersten preußischen Kultusminister Karl Sigmund Freiherr von Altenstein reicht von 1817 bis zum Todesjahr des Ministers 1840 und umfasst weit mehr als 600 Schreiben. Altenstein war an verwaltungstechnischen und philosophischen, aber auch an naturwissenschaftlichen Fragestellungen interessiert und bezeichnete die Botanik als seine "Lieblingswissenschaft".

Den Beginn der Korrespondenz charakterisiert die Berufung C. G. Nees von Esenbecks von Erlangen nach Bonn im Jahr seiner Amtsübernahme als Präsident der Leopoldina (1818), die problematische Überführung der Akademie von Bayern nach Preußen sowie die Bemühungen der Akademieleitung um Anerkennung und Bestätigung der Gesellschaft im nachnapoleonischen Deutschland. Die Übernahme des Protektorats durch den preußischen Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg im November 1818 und die dauerhafte finanzielle Förderung der Akademie durch das Ministerium Altensteins ermöglichte dem Präsidenten bald die periodische Herausgabe der gewichtigen Akademiezeitschrift Nova Acta und damit die Etablierung der Leopoldina im deutschsprachigen Raum.

An der neu gegründeten Rhein-Universität in Bonn gelang es dem Botaniker Nees von Esenbeck mit ministerialer Unterstützung und in kürzester Zeit, in Poppelsdorf einen neuen Botanischen Garten einzurichten. Die ausgezeichneten Kontakte zum Kultusminister führten zudem zur maßgeblichen Einflussnahme auf Berufungen an die neue Universität.

2011. 885 S., 4 s/w Abb.
Kartoniert

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart

Über die Autoren

Autoren

Irmgard Müller

Irmgard Müller.
1977–1985: Professorin für Geschichte der Medizin an der Universität Marburg.
1985–2005: Leiterin des Instituts für Geschichte der Medizin und Medizinhistorischen Sammlung der Ruhr-Universität Bochum.
Mitglied der Leopoldina.
Veröffentlichungen über: Geschichte der Schiffsmedizin, Arzneimittelgeschichte, Meeresbiologie, "Physica" Hildegards von Bingen, Kräuterbücher des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Medizin und Botanik der Goethezeit, Gebrauch und Missbrauch der Einbildungskraft in der Medizin, Darstellung als Problem und Promotor medizinischen Wissens, Strategien der Evidenzerzeugung in der Medizin.

[Von Irmgard Müller erschienene Publikationen]

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