Titel

Inhaltsverzeichnis Probekapitel

Orth, Karin (Hrsg.) / Oberkrome, Willi (Hrsg.)

Die Deutsche Forschungs­gemeinschaft 1920–1970

Forschungsförderung im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik

Beiträge zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Band 4

ISBN 978-3-515-09652-2

EUR 65,00
EUR(A) 66,90
sFr* 110,50
Preise jeweils
inklusive MwSt.

* Unverbindliche Preisempfehlung für sFr

Abstract

In Analogie zum deutschen Wissenschafts­betrieb insgesamt verstand sich die 1920 als Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft gegründete DFG über Jahrzehnte hinweg als politiknahe Förderungsinstanz einer national akzentuierten Forschung.
Die Autoren veranschaulichen den zunächst revisionistischen, nach 1933 rassistisch-expansionspolitischen und schließlich abendländisch-konservativen Kurs der Forschungsgemeinschaft auf den Feldern der Natur- und Technikwissenschaften, der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Medizin- und Biowissenschaften. Überblicke zur Organisationsgeschichte der Forschungsgemeinschaft und die disziplinübergreifenden Beiträge der Herausgeber werfen darüber hinaus Fragen nach der Liberalisierung der deutschen Forschung und ihrer außerstaatlichen Finanzierung in den 1960er Jahren auf.

1. Auflage 2010. 549 S.
Kartoniert

Franz Steiner Verlag

Über die Autoren

Autoren

Karin Orth

Karin Orth, geb. 1963.

1984–1989: Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Soziologie und Politologie in Frankfurt am Main und an der Freien Universität Berlin; Studienaufenthalte in Ghana, Israel und Polen.

1990–1993: Wissenschaftliche Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Durchführung eines lebensgeschichtlichen Befragungsprojektes mit über einhundert Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager in zehn europäischen Ländern, Israel und den USA.

1994—1997: Wissenschaftliche Angestellte der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Durchführung eines Forschungsvorhabens zu den SS-Tätern in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern, Promotion an der Universität Hamburg, Lehrbeauftragte der Universität Hamburg.

1998–2001: Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Prof. Dr. Ulrich Herbert, Historisches Seminar der Universität Freiburg, Durchführung eines Forschungsvorhabens zur Geschichte und Struktur der nationalsozialistischen Konzentrationslager.

2001–2010: im Wissenschaftsmanagement und in der Beratung tätig. Geschäftsführerin der Internationalen Graduiertenakademie der Universität Freiburg und zuvor Wissenschaftliche Koordinatorin der Forschergruppe zur "Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1920–1970 (Berlin, Dresden, Freiburg, Heidelberg, München)".

Seit Juni 2010: Wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl, Durchführung eines Forschungsvorhabens zum Umgang der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit jüdischen und politisch mißliebigen Wissenschaftlern 1920–1970.

[Von Karin Orth erschienene Publikationen]

Willi Oberkrome

Willi Oberkrome, geb. 1959, Studium der Geschichte, Germanistik und Pädagogik an der Universität Bielefeld. 1992 Promotion. 1993 bis 1999 Post-Dok-Stipendiat und Wissenschaftlicher Mitarbeiter des ‚Westfälischen Instituts für Regionalgeschichte‘ in Münster. 2000 bis 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte des Historischen Seminars der Albert Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. 2002 Habilitation. Seither verschiedene Lehrstuhlvertretungen.

[Von Willi Oberkrome erschienene Publikationen]