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Cerman, Ivo

Habsburgischer Adel und Aufklärung

Bildungsverhalten des Wiener Hofadels im 18. Jahrhundert

Contubernium
Band 72

ISBN 978-3-515-09639-3

EUR 84,00
EUR(A) 86,40
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Abstract

Die katholische Habsburgermonarchie gilt im Allgemeinen nicht als ein Zentrum der europäischen Aufklärung, und der Hofadel wird selten zu den Trägern dieser geistigen Bewegung gerechnet. Trotzdem enthüllt die Spurensuche im Milieu des Wiener Hofadels ein bedeutendes und facettenreiches Phänomen: "Aufklärung" bezeichnete dabei weder eine "Ideologie der Bourgeoisie", noch ein überepochales „Modernisierungsprojekt“, sondern ein zeitspezifisches Ideensystem, dessen Ziel es war, ein von der Religion autonomes Wertesystem auf der Basis der Moral auszubilden. Der Autor zeigt, wie sich der an französischer Sprache und Kultur orientierte Hochadel in den habsburgischen Erbländern unter dem Druck einer Bildungskrise von der erstarrten katholischen Barockgelehrsamkeit der Jesuiten abwandte und den Weg zur gemäßigten Selbstaufklärung und Empfindsamkeit fand. Den Wandel des intellektuellen Klimas veranschaulicht die Studie am Beispiel dreier Generationen der Familien Chotek, Dietrichstein und Windischgrätz und den Erziehungstraktaten und Instruktionen, in denen die Adligen ihre moralischen Ideale der nachkommenden Generation übermittelten.

1. Auflage 2010. XIV, 503 S., 72 s/w Abb., 3 farb. Abb.
Gebunden

Franz Steiner Verlag

Über den Autor

Autoren

Ivo Cerman

Ivo Cerman studierte Anglistik und Geschichte an der Karls-Universität zu Prag, bevor er 2003–2006 an der Eberhard-Karls Universität zu Tübingen promovierte. Zurzeit ist er Universitätsassistent an der Südböhmischen Universität Budweis.
Forschungsschwerpunkte: Europäische Aufklärung, Adelskultur und jüdische Kultur in der Frühen Neuzeit.

[Von Ivo Cerman erschienene Publikationen]

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