Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
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Vongehr, Frederik

Geschichte der deutschen Marinepharmazie. 1871–1945

Die pharmazeutische Versorgung der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine

Quellen und Studien zur Geschichte der Pharmazie
Band 103

2014.
ISBN 978-3-8047-3317-6

Kurztext

2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Dieser Jahrestag rückt die Epoche der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und des Dritten Reiches ganz besonders in den Fokus der Forschung. Passend dazu erscheint nun eine Studie, die erstmalig die Geschichte der deutschen Marinepharmazie auf der Grundlage aller verfügbaren Quellen untersucht. Sie umfasst die Zeit von der Reichsgründung 1871 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945. Der Autor Frederik Vongehr bereichert mit seiner Untersuchung die Geschichte des Marinesanitätswesens um ein neues, facettenreiches Kapitel.

Anhand des Bestandes der Bordapotheken auf der Segel-Korvette ‘Elisabeth’, auf den Linienschiffen und auf den berühmten Schlachtschiffen ‘Bismarck’ und ‘Tirpitz’ wird gezeigt, wie sich der Arzneischatz an Bord entwickelte und welche Erfahrungen die Marine mit Medikamenten auf langen Auslandsfahrten machte. Der Autor beschreibt auch den Alltag der pharmazeutischen und medizinischen Versorgung während des Krieges – zum Beispiel den Kampf gegen Malaria oder die Schmerz- und Wundversorgung während der Schlacht vor dem Skagerrak 1916. Die hohe Arbeitsbelastung der Apotheker und die Konflikte mit den Sanitätsbehörden werden ebenfalls geschildert.

Dank neu aufgefundener Dokumente erfahren die deutschen U-Boote besondere Berücksichtigung: Vongehr zeigt, welche Medikamente es auf U-Booten gab – und wer die Verwundeten versorgte, wenn kein Arzt an Bord war. So leistet die vorliegende Studie auch einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der deutschen U-Boot-Waffe.

Die Untersuchung bietet erstmals genaue Angaben zur Uniform, zur dienstlichen Stellung und den Aufgaben der deutschen Marineapotheker. Sie ist zugleich die erste Publikation, die genauere biographische Angaben bietet. Zugleich werden auch Kriegsgerichtsverfahren und Spionagevorwürfe geschildert, in die einzelne Marineapotheker verwickelt waren.

Anhand der zahlreichen neu erschlossenen Quellen konnten viele, in der bisherigen Literatur ungenau oder falsch dargestellte Fakten korrigiert oder ergänzt werden.

Die vorliegende Studie bietet nicht nur für Pharmaziehistoriker, sondern auch für Medizin- und Militärhistoriker, und jeden an der Marinegeschichte Interessierten eine lohnende und erhellende Lektüre.

628 S., 73 farb. Abb.

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