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Haupt, Oliver

Dopingmittel. Geschichte, Nachweise, Entwicklungen unter besonderer Berücksichtigung der DDR

In Vorbereitung
Zum Vormerken

Quellen und Studien zur Geschichte der Pharmazie
Band 114

2018.
ISBN 978-3-8047-3805-8

Kurztext

Doping ist ein gleichermaßen populäres wie kontroverses Thema und fast täglich kursieren in den Medien neue Meldungen über Dopingfälle, Verdachte oder Versäumnisse im Kampf gegen Doping. Diese konzentrieren sich jedoch häufig auf die betroffenen bzw. involvierten Personen und fallen meist sehr medienwirksam, ohne gesicherten wissenschaftlichen Hintergrund, insbesondere in Bezug auf die Dopingmittel, aus.

Um hier auf eine sachliche bzw. naturwissenschaftliche Ebene zu gelangen, liegt der Schwerpunkt der vorliegenden Studie auf den pharmazeutischen Aspekten, wie der Herstellung, Entwicklung und Anwendung von Arzneistoffen, die als Dopingmittel genutzt wurden, sowie der Geschichte, von Anbeginn des professionellen Sports gegen Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Dabei spielten vor allem die Substanzklassen der Alkaloide, Amphetamine und anabolen Steroide (Anabolika) eine wichtige Rolle. Zu Beginn des professionellen Sports wurden vor allem im Radsport Dopingmittel eingesetzt. Aufgrund der frühen Professionalisierung und der Möglichkeit, hier hohe Preisgelder erzielen zu können, war der Gebrauch von Dopingmitteln im Radsport bereits Ende des 19. Jahrhunderts weit verbreitet. Mit dem Einsatz der Amphetamine in den 1950er-Jahren, einigen Todesfällen und der zunehmenden medialen Aufmerksamkeit wurden erste Anti-Dopingregularien und Definitionen durch einzelne Sportverbände formuliert sowie erste instrumentelle Nachweismethoden entwickelt. Diese werden in der vorliegenden Studie ausführlich analysiert und in den historischen Kontext eingeordnet. Einen Schwerpunkt der Arbeit stellt die Entwicklung und Anwendung anaboler Steroide im DDR-Sport dar. Erstmals werden Fragen des Einsatzes bestimmter Steroide aus pharmaziehistorischer Sicht erörtert. Dabei zeigt sich ein durchaus differenzierteres Bild der pharmazeutischen Industrie bzw. der vermeintlichen Dopingforschung als die oftmals in den Medien verbreitete Darstellung von Gut und Böse bzw. Opfer und Täter.

Standen in den 1970er- und 1980er-Jahren die anabolen Steroide im Vordergrund, so markierte die Markteinführung der ersten Erythropoetin (EPO)-Präparate Ende der 1980er-Jahre ein neues „Doping-Zeitalter“. Fast alle namhaften Radsportler der 1990er-Jahre wie Jan Ullrich, Lance Armstrong, Erik Zabel etc. waren davon mehr oder minder betroffen. Auch diesbezüglich ermöglicht die pharmaziehistorische Herangehensweise einen interessanten Blick auf damalige und heutige Entwicklungen.

255 S., 37 s/w Abb.

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