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Neuerscheinung

Dimde, Barbara

Gladiatur und Militär im römischen Germanien

Hamburger Studien zu Gesellschaften und Kulturen der Vormoderne
Band 7

ISBN 978-3-515-12490-4

EUR 64,00
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inklusive MwSt.

Abstract

Mit Legionären aus dem fernen Rom kam in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. ein Kulturgut nach Germanien, das dort bis dahin unbekannt war: Amphitheater und Gladiatoren. In Standlagern römischer Legions- und Auxiliareinheiten und in römisch geprägten Zivilsiedlungen hinterließen die Stars dieser Arenen zahlreiche Spuren. Barbara Dimde folgt diesen Spuren und entdeckt dabei die in der Forschung bislang unbekannte Militärgladiatur, die in Germanien den Nukleus der späteren zivilen Gladiatur bildete. Dimde zeigt diese grundsätzliche Trennung in einen kaiserlich-militärischen und einen städtisch-zivilen Sektor mit unterschiedlichen Ziel- und Wirkmechanismen: Der Kaiser als Oberbefehlshaber der römischen Truppen setzte die Militärgladiatur in Germanien gezielt zur Sicherung seiner Macht ein. Er gab finanzielle Ressourcen frei, die die Errichtung von Militäramphitheatern und die Ausstattung von Legions- und Flottenverbänden mit familiae gladiatoriae ermöglichten. Die Zivilgladiatur unterlag dagegen der Eigenverantwortung der Städte und städtischen Eliten. Diese mussten für den Bau ziviler Amphitheater und die Veranstaltung der populären Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen selbst aufkommen – streng reglementiert durch kaiserliche Kontrollauflagen.

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2019. 404 S., 6 s/w Abb., 17 farb. Abb.
Kartoniert

Franz Steiner Verlag

Über den Autor

Autoren

Barbara Dimde

Barbara Dimde studierte Latein, Sport und Archäologie; Mitarbeiterin an Ausgrabungen in Nemea; Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bonn, Hamburg, Köln und Athen. Forschungsschwerpunkt: Antiker Sport, insbesondere antike Stadionarchitektur und -technologie sowie römische Gladiatur und Wagenrennen.

[Von Barbara Dimde erschienene Publikationen]