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Jacobshagen, Arnold

Opera semiseria

Gattungskonvergenz und Kulturtransfer im Musiktheater

Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft (AFMW-B)
Band 57

1. Auflage 2005.
ISBN 978-3-515-08701-8

Kurztext

Als Opera semiseria („halbernste Oper“) wird eine um 1800 aufkommende mittlere Gattung des italienischen Musiktheaters bezeichnet, die sich an modernen Pariser Bühnengenres wie Mélodrame und Opéra-comique orientierte und im frühen 19. Jahrhundert auf den Spielplänen einen erheblichen Stellenwert einnahm.

Vor dem Hintergrund ästhetischer, ökonomischer, politischer und sozialgeschichtlicher Prozesse wird ihre Entwicklung im Kontext eines französisch-italienischen Kulturtransfers interpretiert, der für das napoleonische Italien grundlegend war, aber auch in der Zeit der Restauration und darüber hinaus fortwirkte.
Die historische Bedeutung der Opera semiseria liegt vor allem in der Assimilation und Synthese unterschiedlicher musiktheatralischer Konzeptionen, die neben der bereits im späten 18. Jahrhundert einsetzenden Konvergenz der musikalischen Sprache von Opera seria und Opera buffa für die weitere Entwicklung des italienischen Musiktheaters im 19. Jahrhundert prägend werden sollte.

„…ein Standardwerk zur italienischen Oper […] Die Arbeit sei jedem, der sich ernsthaft mit der italienischen Oper der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschäftigt, dringend empfohlen.“ DIE TONKUNST online

319 S.
zahlreiche Notenbeispiele, Gebunden

Franz Steiner Verlag

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